Was bedeutet im Fluss sein

Was bedeutet im Fluss sein?

Um zu verstehen, was es bedeutet im Fluss zu sein, muss einem klar werden, dass unser Körper ein Energiesystem ist. Dies können wir erfahren, indem wir uns mit dem Körper auseinandersetzen und vor allem fühlen. Durch das Fühlen kann man wahrnehmen, dass sich da ständig etwas tut. Energien, welche Träger von Informationen sind – kommen und gehen. Und manchmal stockt es. In diesem Fall kann man sagen, man ist nicht mehr im Fluss.

Doch was lässt den Fluss ins Stocken geraten?

Es gibt mehrere Möglichekeiten, die den Energiefluss zum stocken bringen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Konzepte: darunter verstehe ich Abläufe, wie etwas – nach einem bestimmten Schema – ablaufen soll oder muss, damit z.B. ein Ziel erreicht wird. Dies ist etwas tricky, denn nicht jedes Konzept passt zu jedem Menschen. Dazu sind wir viel zu verschieden.
  • Vorstellungen: Bilder, wie etwas sein sollte oder wie man es gerne hätte.
  • Träume: dies ist etwas heikel, weil viele Menschen glauben, dass Träume wichtig sind, um z.B. etwas umzusetzen. Doch Träume können auch in die falsche Richtung gehen, indem man z.B. jemand oder etwas sein möchte, was man in Wirklichkeit nicht ist. Oder von Dingen träumt, welche aus irgendwelchen Gründen nie erreicht werden. Es ist eine Tatsache, dass die wenigsten Menschen ihre Träume umsetzen. Es gibt viele Gründe, warum dies so ist. Vielleicht ist es nicht das, was sie sich hier vorgenommen haben. Sie können aber trotzdem als Erfahrung dienen, welche etwas in sich erkennen lassen.
  • Vergangenheit: oft spielt die Vergangenheit in das gegenwärtige Leben mit hinein. Das ist normal, denn die Vergangenheit ist ein Teil von uns. Sie besteht aus Erinnerungen. Diese können mit Gefühlen und Gedanken verknüpft sein, wie z.B. bedauern oder bereuen.

Letztendlich geht es bei diesen Beispielen nicht darum, dass das alles schlecht ist. Es geht darum, sich daran nicht festzuhalten. Dies ist der Punkt an dem die Energie ins Stocken gerät und der Fluss behindert wird.

Träume z.B. sind in dem Sinn sind also nicht schlecht, wenn man im gleichen Augenblick bereit ist loszulassen. Vielleicht könnte man dann eher von Ideen sprechen – kurze Augenblicke der Inspiration.

Warum halten wir an Dingen festhalten?

Es hat etwas mit dem viel diskutierten Ego zu tun. Dieses ist immer mit Gefühlen verknüpft, welche unser Leben steuern möchten. Es hat mit Kontrolle zu tun. Verliert es diese, so wird es von Angst eingenommen. Man könnte auch sagen, das Ego ist die Angst. Es ist die Summe der Gefühle, Emotionen und Gedanken, welche aus der Vergangenheit auftauchen, weil sie noch nicht transformiert sind. Dies ist meine eigne Definition vom Ego.

Deshalb halten wir uns oft an Dingen fest, um uns vielleicht zu beruhigen oder um uns in andere Welten zu träumen, weil wir die Gegenwart nicht akzeptieren können. Doch diese Herangehensweise ist ein Aufschieben von Dingen die erledigt werden wollen – damit meine ich, geheilt werden möchten.

„Die Vorstellung alles zu verlieren macht Angst.
Doch jedes Loslassen ist wie ein Gewinn.
da auf der anderen Seite dadurch die Liebe stetig wächst.“

Manchmal fühlt sich das Leben wie im freien Fall an und dann kann ein Strohhalm, an den man sich – auch wenn er nur in der Vorstellung existiert – festhält, beruhigen. Es ist die Angst, die uns so handeln lässt. Es wird aber immer so sein, dass dieser Strohhalm plötzlich wieder verschwindet, denn er hat nichts mit dem zu tun, was wir wirklich sind.

Wenn wir ganz in unserer Mitte sind und unsere tiefen Gefühle und Emotionen aus der Vergangenheit geheilt habe, so braucht es keinen Strohhalm mehr. Der Weg dorthin ist nicht ganz so einfach, aber machbar. Er erfordert, dass wir uns unseren Ängsten stellen.

Wie kann die Energie fließen?

Dies gelingt indem man alle Konzepte, Vorstellungen, Träume, die Vergangenheit und alles was damit verbunden ist loslässt. Es ist das Gegenteil von festhalten und somit ist es logisch, dass die Energie nur so wieder zum fließen kommt. Dies kann nur in der Bewusstheit geschehen, indem man das wahrnimmt, was sich gerade zeigt.

Es ist ein Paradox. Die Vorstellung alles zu verlieren macht Angst. Doch, wenn man es genau betrachtet, bewirkt Loslassen genau das Gegenteil – auch, wenn es zunächst nicht so scheint. Denn jedes Loslassen ist wie ein Gewinn. Die Liebe wächst dadurch stetig.

Wie kann man das „im Fluss sein“ üben?

Durch die Bereitschaft zu fühlen und indem man sich daran erinnert! Dies ist ganz wichtig, denn nur wenn man sich daran erinnert ist man auch wirklich im Fluss, da man diesen Prozess so bewusst wahrnehmen kann. Durch Übung und Schulung der Wahrnehmung geschieht dies irgendwann automatisch.

Hier ein paar Tipps zu Üben:

  1. Setze Dich jeden Tag für eine Viertelstunde hin, schließe die Augen und spüre in Deinen Körper. Was nimmst Du wahr? Wie fühlt es sich an? Hier geht es darum, dass Du die Erfahrung machst, dass alles Energie ist, dass sich im Körper immer etwas tut. Es gibt selten einen Stillstand. Die Energien verändern sich aber in der Beobachtung. Versuche darauf Deinen Fokus zu legen, so machst Du genau diese Erfahrung, um zu verstehen, was damit gemeint ist.
  2. Wichtig ist, dass Du alles, was Du fühlst nicht bewertest. Manchmal tauchen unangenehme Gefühle auf, aber sie sind in dem Sinn nicht schlechter als die anderen. Sie sind neutral. Sie zeigen sich aus einem bestimmten Grund und wollen nur wahrgenommen werden, damit sie sich verabschieden können.
  3. Schau Dir Deine Gedanken an. Was beschäftigt Dich? Die Gedanken können einem aufzeigen, woran man noch festhält. Sie sind eine Art Spiegel. Hier geht es nicht darum, diese Gedanken loszuwerden, sondern vielmehr sie als etwas zu betrachten, das aus irgendeinem Grund noch da ist. Auch hier geht es um Themen aus der Vergangenheit.
  4. Mach Dir immer wieder mal bewusst, dass es nichts zu verlieren gibt. Manchmal sieht es so aus. Aber das Einzige, was bei jedem Loslass-Prozess bleibt ist die Liebe. Sie führt letztendlich in das wahre Sein.

Im Fluss sein bedeutet also nicht unbedingt, dass man schon erlöst ist. Es ist aber so, dass, je mehr man in sich befreit hat, desto ungehinderter kann die Energie fließen. Dies fühlt sich dann auch sehr leicht an. Man kann dies mit einem verstopften Rohr vergleichen, dass man von Schmutz und Schlacken immer mehr befreit. Irgendwann rauscht das Wasser nur noch so durch – ungehindert und klar – in dem Fall die Energie!

Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, dann freue ich mich, wenn Du ihn teilst!


Energetische Begleitung

Hast Du das Gefühl, dass Deine Energie nicht mehr so richtig im Fluss ist? Vielleicht geht es dabei um größere Themen aus der Vergangenheit, welche schwer zu lösen sind. Ich begleite Dich gerne ein Stück Deines Weges und helfe Dir dabei diese „Knoten“ schneller zu lösen. Du kannst mir hier gerne eine Anfrage stellen. Ein Erstgespräch ist kostenlos.


Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.