Transformationsprozess

Transformationsprozesse

Transformationsprozesse haben die Eigenschaft, dass sie mitunter sehr unangenehm sein können.

Das liegt daran, dass sich etwas verabschiedet, was lange Zeit gedient hat und nun für immer verschwinden soll. Dies kann schmerzhaft sein – sowohl auf der körperlichen als auch auf der psychischen Ebene – und es kann einem möglicherweise auch Angst einjagen.

Wenn man es genau betrachtet verabschiedet sich ein Schmerz, der nun an die Oberfläche kommt und sich in irgendeiner Form zeigt. Es kann sich anfühlen wie ein kleines Sterben. Und irgendwie ist es das auch, denn es „stirbt“ etwas: ein Teil von uns, der wir jedoch nicht wirklich sind, denn sonst könnte es nicht von uns gehen.

Auf der anderen Seite wird etwas Neues „geboren“. Es ist das Licht, das zwar immer da war, aber nun wieder mehr strahlen kann, da der Teil, der dieses Licht unterdrückt hat, nun für immer verschwindet.

Transformationsprozesse brauchen Zeit

Bis sich bestimmte Themen auflösen braucht es manchmal eine gewisse Zeit. Deshalb können Transformationsprozesse andauern. Dies kann mehrere Gründe haben.

Ein Grund z.B. kann sein, dass man noch nicht so wirklich bereit ist etwas Bestimmtes loszulassen, was einem bisher gedient hat, weil es vielleicht noch eine Funktion erfüllt. Der Verstand kann da sagen, was er will. Er kann sagen, dass er das nicht mehr möchte, aber da gibt es noch eine andere Ebene, die vielleicht daran festhält. Es kann sehr subtil sein.

Ein weiterer möglicher Grund könnte sein, dass man sich einredet, dass da nichts mehr ist, weil man es vielleicht nicht wahrhaben will oder unbewusst langsam genug hat von den Schmerzen.

Warum man Themen aber in der Regel nur peu à peu auflösen kann ist, dass es schlichtweg einfach nicht zu ertragen wäre, wenn sich alles auf einmal löst. Der Schmerz würde sich vervielfachen, weil er sich dann ja komprimiert zeigen müsste, und wir würden kollabieren. Deshalb geschieht es Schritt für Schritt. Und das ist gut so. Es ergibt einen Sinn.

Wenn Situationen auftauchen, die beängstigend wirken, ist es wichtig ins Vertrauen zu gehen. Wobei ich persönlich der Meinung bin, dass man nie mehr „bekommt“ als was man „stemmen“ kann.

Ein Transformationsprozess braucht immer so lange wie er eben braucht. Und alles hat einen tieferen Grund. Deshalb ist es so wichtig nachsichtig mit sich zu sein und das, was sich zeigt mit Liebe und Hingabe zu betrachten. Widerstand bremst aus! Das annehmen, was da ist, hält den Prozess im Fluss.


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