Opferrolle

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In der Vergangenheit habe ich mich oft als Opfer gesehen und die Menschen um mich herum für meine Situationen, in denen ich mich befand, für mein Leben, wie es war und für alles mögliche verantwortlich gemacht. Manchmal gelang es mir, diesen Schmerz dadurch auszuschalten, denn Opfer sein tut weh. 

Das, was ich hier beschreibe beruht auf dem „Versuch“, das, was gerade so schmerzt, loszuwerden. Und ja, manchmal kommt es bei dem Anderen an und er fühlt sich plötzlich verantwortlich. Es entsteht der Eindruck, der Schmerz wäre nun verschwunden und vielleicht fühlt es sich auch noch gut an. Doch wenn man es genau betrachtet, wird es immer ein „Versuch“ bleiben, denn es wird nicht lange dauern und der Schmerz zeigt sich erneut.

Warum ist das so?

Der Grund dafür liegt schlichtweg darin, dass es der EIGENE Schmerz ist – FÜHLBAR der eigene. Denn wenn ich mich auf die Ebene des Fühlens begebe, so wird es klar: es ist nicht der Schmerz des anderen!

Oft liegt dieser weit zurück in der Vergangenheit, doch er wirkt in der Gegenwart weiter, denn er ist noch immer in uns in den Zellen „abgespeichert“ – wie eine Erinnerung.

Selbstverantwortung übernehmen

Um diesen Schmerz loszuwerden, gibt es nur eine Möglichkeit: raus aus der Opferrolle, rein in die Selbstverantwortung – das ist der erste Schritt. Den Schmerz als sein Eigen betrachten, annehmen, fühlen, auflösen. Immer und immer wieder – wenn er sich zeigt. Das ist Heilung auf tiefster Ebene.

Ein Opfer zu sein bedeutet nicht nur die Verantwortung für sich selbst abzugeben, sondern man gibt dem anderen dadurch auch automatisch die Macht über das eigene Leben. Wenn ich aus meiner Opferrolle schlüpfe, hole ich mir mein selbstbestimmtes Leben zurück. Und das ist doch das, was man in Wirklichkeit möchte.

Also rein in die Selbstverantwortung und raus aus dem Schmerz!


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