Selbstliebe

Selbstliebe - was ist das und wie lerne ich mich selbst zu lieben? Was hält mich davon ab? In diesem Beitrag gibt es die Definition und eine Übung zur Selbstliebe.

Selbstliebe ist ein großes Thema – gerade in der spirituellen Szene. Doch oft wird Selbstliebe mit etwas verwechselt, was keine wirkliche Liebe ist und was letztendlich dazu führt, dass man sich im Kreis dreht. Denn Selbstliebe ist essentiell, wenn man sich transformieren – also Themen aus der Vergangenheit heilen möchte. Hier möchte ich so ein bisschen erklären, was das überhaupt ist und wie man in die Selbstliebe kommen kann.

Doch fangen wir von vorne an. Selbstliebe hat nichts damit zu tun, dass ich mir jeden Tag sage, wie toll ich bin oder dass ich mich für dies oder jenes liebe. Denn wenn ich mich z.B. nur für meine Stärken und Talente mag, habe ich den wichtigsten Teil vergessen. Und dies ist der Teil, welcher transformiert werden möchte und danach schreit, dass er endlich angenommen und befreit wird.

Somit ist schon erklärt, was Selbstliebe eigentlich bedeutet: die vollkommene Akzeptanz von allem, was mich ausmacht. Dazu zählen nicht nur die Sonnen-, sondern vor allem auch die Schattenseiten. Und darin besteht die größte Herausforderung. Denn das Positive ist leicht anzunehmen, aber was ist mit dem was schmerzt?

Wie lerne ich mich selbst zu lieben?

Im Prinzip ist es ganz „einfach“: nimm alles an, was sich gerade zeigt! Vor allem sind es die Gefühle, die man in bestimmten Momenten nicht haben will. Dazu muss man verstehen, dass sie nicht einfach nur so da sind. Sie haben einen Zweck, bzw. sie sind da, weil sie geheilt werden möchten. Sie zeigen sich deshalb, weil sie noch in der DNA gespeichert sind – als Erinnerung an eine Erfahrung, welche noch nicht verarbeitet wurde.

„Die Liebe nach der sich alle Menschen sehnen
ist im Prinzip die Liebe zu sich Selbst.“

Es geht also wieder um das Fühlen, aber auch um Gedanken, welche mit Gefühlen in Verbindung stehen. Akzeptanz ist der Schlüssel und Akzeptanz besteht darin die Gefühle nicht loshaben zu wollen.

Akzeptanz und Hingabe an das, was sich gerade zeigt, ist die reinste Form von Selbstliebe. Dies führt uns nach Hause in die absolute Liebe. Sind wir dort angekommen, so erkennen wir, dass wir schon immer Liebe waren und dass es „nur“ darum ging alles was uns von dieser trennte zu transformieren.

Affirmationen

In der spirituellen Szene sind Affirmationen zur Selbstliebe sehr beliebt. Doch helfen sie wirklich dabei sich selbst zu lieben? Für mich gibt es da ein klares Nein. Meiner Meinung nach dienen Affirmationen vor allem dazu, sich zu beruhigen. Wenn man das Ganze genau betrachtet, beinhalten sie nicht die vollständige Akzeptanz. Es ist so ein bisschen wie, sich etwas einreden wollen.

Wenn der Weg nicht über das Fühlen geht, wird es immer wieder mal notwendig sein, sich gut zuzureden, weil die Beruhigung nicht lange anhält. Dies liegt daran, dass keine echte Transformation stattgefunden hat. Ich weiß, dass mir da viele widersprechen. Aber aus eigener Erfahrung heraus muss man letztendlich alles ablegen und ins Fühlen kommen. Das Fühlen ist in den meisten Fällen unangenehm und auch das, was viele Menschen davon abhält, aber es hat die stärkste Transformations-Kraft.

Das Gleiche gilt für Gebete. Für mich sind Gebete etwas Ähnliches wie Affirmationen. Bei einem Gebet versuche ich von außen etwas zuzuführen, damit es mir besser geht, anstatt in mich zu gehen und zu fühlen. Wenn man es genau betrachtet liegt hier ein Widerstand vor. Man wünscht sich eine Veränderung im Außen, anstatt zu akzeptieren und sich dem hinzugeben, was ist.

Selbstliebe-Übung

Ich arbeite bei mir gerne mit Bildern und Vorstellungen. So finde ich diese Übung sehr hilfreich:

Wenn Du wieder mal in Deinen Gefühlen gefangen bist, so stelle Dir Dich als kleines Kind vor – unschuldig, glücklich und voller Freude. Vielleicht sitzt Du gerade auf dem Sofa Dir gegenüber. Lächle es an. Es freut sich und wartet nur darauf, dass Du endlich zurückkehrst und dass ihr beide wieder vereint seid. Es weiß, dass Du durch die Gefühle durch musst. Mach es! Akzeptiere alles, was sich zeigt und halte Dir vor Augen, dass dies der Weg ist, der euch wieder vereint. Ihr sehnt euch Beide danach! Und so kommt ihr euch immer näher.

Das, was uns von unserem Kind trennt sind Gefühle, die in uns aus Situationen heraus getriggert wurden. Dies kann man sich ebenso vor Augen halten. Für ein tieferes Verständnis kann ich Dir dazu meinen Beitrag zur DNA empfehlen.

Fazit: Selbstliebe ist die absolute Akzeptanz dessen was sich zeigt – Gefühle, Emotionen und Gedanken. Nur so kann wahre Transformation stattfinden um zu erkennen, dass man schon immer Liebe war!

Bild: unsplash – mathilde-langevin

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