Schuld

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Ich kenne Menschen, die schon ihr Leben lang ein auf Schuld basiertes Leben führen, u.a. auch ein mir sehr nahestehender Mensch, dessen Leben stark religiös geprägt ist. Er ist „verpflichtet“ – so drückt er sich aus – zu beichten, zu beten und in die Kirche zu gehen, damit Gott verzeiht. Aber wo soll das enden? Denn er fühlt sich immer noch in der Schuld.

Dies ist ein Extrembeispiel, doch es steht immer noch für viele Millionen Menschen.

Schuld ist wohl – meiner Meinung nach – eines der machtvollsten „Instrumente“ um Menschen zu manipulieren und klein zu halten.

Es wird schon seit Jahrhunderten von bestimmten Institutionen und Machthabern dazu benutzt, um sie davon abzuhalten, die Liebe in sich selbst zu suchen, denn nur da ist sie zu finden.

Schuld ist eine Emotion – ein Gefühl – und somit eine Illusion.

Man könnte anstatt von Schuld auch von Schuldgefühlen sprechen. So wird es deutlicher – es ist ein und dasselbe.

Niemand ist wirklich schuldig. Jeder Mensch handelt aus seinem Bewusstsein heraus, d.h. er steht an einer bestimmten Stelle auf seinem Weg und sieht demzufolge alles von SEINEM Standpunkt aus.

Und wenn er Schuld sieht, dann wird er auch schuldbewusst handeln. Entweder er macht sich klein und opfert sich auf, um die Schuldgefühle, die er in sich verspürt zu sühnen oder er projiziert sie auf andere – ein Versuch sie so loszuwerden. Leider kann sich Schuld auf diese Weise niemals auflösen.

Da Schuld eine Illusion ist, ist es jedoch möglich sie auflösen – und zwar nur in sich selbst. Weder ein Gott ausserhalb von uns, noch ein anderer Mensch kann dies für einen tun.

Selbstverantwortung übernehmen ist der erste Schritt, um Schuldgefühle transformiren zu können. Dann bewusst machen, wahrnehmen, durchfühlen. So lösen sie sich auf.

Das, was sich zeigt ist die Liebe und diese fühlt sich schon ganz anders an.