Prophezeiung und falsche Propheten

Auf was wollen wir warten? Auf die nächste Prophezeiung?

Nun ist es schon fast ein Jahr her, dass die sogenannte „Pandemie“ unser Leben begleitet. Seither lese und höre ich immer wieder mal Prophezeiungen bezüglich irgendwelcher Ereignisse welche eintreffen sollen. Es geht in beide Richtungen. Manchmal sind es Hiobsbotschaften und manchmal geht es um unsere Befreiung, welche auf irgendeine Weise stattfinden soll – die einen sehen sie auf der weltlichen Ebene kommen, die anderen auf der geistigen. Oft wird dann zusätzlich noch ein Datum in den Raum geworfen.

Die letzte Prophezeiung sollte sich am 20. Januar bewahrheiten. Bei der Amtseinführung von Joe Biden wurde vorausgesagt, dass etwas Spektakuläres passieren werde – wahrscheinlich, dass im letzten Augenblick verhindert wird, dass er Präsident wird. Es kam anders.

Ich habe nicht den Eindruck, dass sich irgendeine Prophezeiung im vergangenen Jahr jemals bestätigt hat. Und wenn sich eine nicht bewahrheitet hat, dann wird das Ganze von den Propheten schön zurecht gerückt. Sind es die falschen Propheten? Wollen sie uns in die Irre führen und uns von uns Selbst ablenken?

Ich glaube nicht, dass es Absicht ist, sondern dass diese Menschen einfach noch zu viele Ego-Anteile in sich tragen. Damit meine ich die Gefühle und Emotionen, die sie noch nicht transformiert haben. Deshalb können sie auch keine klaren Aussagen machen. Wären sie transformiert und könnten klar sehen, dann wäre es nicht mehr nötig in die Zukunft zu blicken, denn sie wären in sich gefestigt – im vollsten Vertrauen – und es hätte sich erübrigt.

Warum konnte Trump nicht Präsident werden?

Ich denke die Kräfte auf der dunklen Seite waren noch zu groß. Damit meine ich die Energie, welche das Ganze noch am Laufen hält. Alles ist Energie und diese bestimmt die Richtung. Das ist der Grund warum Trump auch nicht Präsident geworden. Denn alles spiegelt sich im Außen. Es ist die Energie von uns ALLEN – nicht nur von den Amerikanern. Denn JEDER Mensch strahlt in diese Welt, was er in sich trägt.

Dennoch ist Trump selbstverständlich nicht der Erlöser, wie er von vielen Menschen gesehen wird. Doch vielleicht können wir durch solche Ereignissen immer mehr erkennen, dass es keinen Erlöser gibt und dass Freiheit nur IN uns zu finden ist.

So viel Euphorie im Vorfeld! Doch in den meisten Fällen kann man davon ausgehen, dass Euphorie schnell in Enttäuschen umschlagen kann. Denn ist sie nicht auch ein Ego-Konstrukt? Viele warten weiter und glauben immer noch an die Befreiung von Außen. Sie werden weiter an Prophezeiungen festhalten. Doch das Leben spielt sich hier und jetzt ab. Auf was wollen wir denn noch warten?

Mir war klar, dass am 20. Januar nichts großartiges passieren wird. Ich habe das auch ein wenig verfolgt. Prophezeiungen höre ich mir eigentlich nur an um hinein zu spüren. Wie fühlt es sich an? Sie sind von der Energie her selten stimmig.

Ich habe Trump gemocht. Er war irgendwie anders – nicht so angepasst. Und er war ein Präsident, der Humor hatte und auch über sich selbst lachen konnte. Doch ich bin nicht euphorisch. Ich bin vorsichtig. Lasse die Ereignisse und Menschen einfach auf mich wirken. Für mich ist die Welt wie eine Bühne. Ich bin gespannt, was als nächstes passiert.

Was wollen uns Prophezeiungen sagen?

Man muss immer alles von einer tieferen Ebene aus betrachten. Vielleicht haben sich zu viele Menschen eine Erlösung von Außen gewünscht und sich zu sehr darauf konzentriert. Alles hat seinen Grund und vielleicht ist es wieder einmal an der Zeit sich mehr auf sich selbst zu besinnen. Ich finde das ist der beste Weg.

Auf sich selbst besinnen bedeutet, die Lösung nicht mehr im Außen zu suchen und aufzuhören sich an Prophezeiungen festzuhalten. Es geht immer um das Gleiche. Je mehr Menschen den Frieden in sich Selbst finden, desto mehr manifestiert er sich auch in der Welt. Da muss man gar nicht so weit schauen, um dies erkennen zu können. Es fängt in der Familie und im persönlichen Umfeld an. Es sind aber auch die Menschen, welche uns in unserem Alltag begegnen – egal ob auf der physischen Ebene oder virtuell in sozialen Netzwerken. Sie sind der Gradmesser für unseren inneren Frieden, denn sie sind ein Spiegel. Wie friedlich bin ich schon? Was regt mich noch auf? Was macht mich traurig? Wo bin ich enttäuscht?

„Finden die Menschen den Frieden in sich Selbst,
so manifestiert er sich auch in der Welt.“

Es geht also immer darum den Unfrieden in sich aufzuspüren und in Frieden zu wandeln. Dies funktioniert ganz einfach, indem man in sich hinein spürt und die Gefühle zulässt, welche durch die Begebenheiten und die Begegnungen im Außen in uns hervorgerufen werden. Das geht jedoch nur, wenn man die Verantwortung für sich selbst übernimmt, und zwar für ALLES – die Gefühle, Gedanken und Handlungen.

Also, hören wir auf zu warten und auf Prophezeiungen zu vertrauen. Sie bringen in den meisten Fällen letztendlich Enttäuschung mit sich. In der gleichen Zeit des Warten kann man so viel transformieren. Transformieren wir also, was noch geheilt werden möchte, und kommen wir so in den inneren Frieden!

Nehmen wir uns ein Beispiel an diesem Vogel auf dem Bild. Er sieht sich das Ganze aus einer anderen Perspektive an und lässt sich nicht beeindrucken. Dabei fühlt er sich frei! Je mehr man sich befreit, desto besser gelingt uns dies auch!

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