Projektionen

Projektionen

Projektionen sind der „Versuch“ etwas loszuwerden, was ich bei mir nicht haben will. In dem Fall meine ich Gefühle, die in diesem Augenblick unangenehm sind. Sie kommen aus der Vergangenheit, zeigen sich jedoch – meist ausgelöst durch ein Ereignis – in der Gegenwart.

In dem Augenblick, in dem ich projiziere, will ich einen anderen für meine Gefühle verantwortlich machen. Und es kann tatsächlich sein, dass es einem dann besser geht – ganz besonders, wenn sich der andere schuldig fühlt.

Dies geschieht in der Unbewusstheit.

Doch auch, wenn man sich kurzzeitig besser fühlt – weil der andere vielleicht Schuldgefühle hat – ist das, was Unangenehm ist, noch lange nicht verschwunden. Es wird nur durch das plötzliche Wohlsein kurzzeitig überdeckt. Es braucht nur einen Auslöser, und zack wird man wieder an die Gefühle erinnert, die man doch eigentlich loshaben wollte.

Das Problem bei dieser Sache ist, dass die Gefühle, die man bei sich wahrnimmt, immer die eigenen bleiben werden – und zwar so lange bis man aufhört zu projizieren und selbst die Verantwortung dafür übernimmt – also als sein Eigen betrachtet. Denn nur so können sie sich tatsächlich auflösen.

Dies geschieht in der Bewusstheit.

Wie geht es Dir dabei?