Meine Story

Hier erzähle ich Euch meine Geschichte – mein Weg zu mir Selbst und wie ich mich geheilt habe.

KAPITEL 1

Therapiehund

Es war vor über zehn Jahren. Ich befand mich in einer schwierigen Lage. Ängste, die sich auf Menschen bezogen, hatten mein Leben beherrscht. Es kam so weit, dass ich kaum noch zu Fuß unterwegs war. Ich benutzte in den meisten Fällen das Fahrrad um „im Notfall“ flüchten zu können. Zudem wollte ich meine Erledigungen „da draussen“ so schnell wie möglich abwickeln. Und über Brücken zu gehen war für mich der reinste Horror, denn es gab keine Fluchtmöglichkeit. Ich fühlte mich wie in einem Gefängnis. Manchmal wäre ich am liebsten gestorben.

Dennoch war mir bewusst, dass ich aus der Defensive in die Offensive muss, damit es besser werden kann. Ich wollte mich der Welt stellen. Doch wie kann ich mich der Welt stellen, wenn ich so große Angst habe unter Menschen zu gehen? Wenn mich nichts motiviert, niemand dazu zwingt? Wenn ich morgens erschrocken aufwache und mein erster Gedanke dabei ist: jetzt bin ich ja immer noch da!

Ich kam auf die Idee mir einen Hund anzuschaffen. Ja, genau einen Hund! Die Überlegung war: ein Hund holt dich aus dem Bett und du MUSST raus und spazieren GEHEN. So kam die Leni zu mir. Ich glaube, wir hatten uns hier verabredet. Sie wurde mein „Therapiehund“.

Am Anfang war es hart, da ich ja nicht gerne zu Fuß unterwegs war. Und ich nahm auch eher die einsamen Pfade und wollte niemandem begegnen. Doch ich „tastete“ mich voran, ging immer mehr die frequentierten Wege, konfrontierte mich mit Menschen, flüchtete immer weniger.

Nein, ich war dadurch nicht im Null Komma Nix geheilt. Meine Ängste verbesserten sich in winzig kleinen Schritten, doch ich war immer noch in einer Verzweiflung. Es musste mehr passieren, damit ich schneller voran komme, denn meine Lebensqualität war in der Anfangszeit mit Leni noch sehr, sehr gering. Dennoch, Leni war eine der besten Entscheidungen, die ich in den letzten 16 Jahren getroffen hatte.

Die Geschichte ist hier natürlich noch nicht zu Ende, denn es musste ja noch mehr passieren, damit ich jetzt da stehe wo ich stehe und angstfrei durch’s Leben laufen kann, ohne mir dabei Gedanken darüber zu machen, wie ich so schnell wie möglich von A nach B komme.


KAPITEL 2

Botschaft

Wie gesagt, in der Anfangszeit mit meiner Leni ging es mir noch nicht so gut. Ich machte winzige Schritte und die Angst war immer noch sehr stark. Leni führte mich jedenfalls zu den Menschen und das war gut so.

Auf einem unserer Spaziergänge passierte dann etwas, das mir tiefes Vertrauen gab. 

Wir gingen – wie so oft – am Uferweg spazieren. Die Ängste beschäftigten mich fast rund um die Uhr in meinen Gedanken. Ich suchte immer noch verzweifelt nach einem Ausweg.

Und dann passierte es: mir kam ein Gedanke! Und ich habe bis heute nicht vergessen, wo mir dieser eine Satz in den Sinn kam. Es war genau die Stelle auf dem Bild. (Da bin ich gestern extra hinspaziert.) Es ist so, wie wenn Du niemals vergisst, wo Du gerade bei 9/11 warst. Es traf mich wie der Blitz.

Dieser eine Satz war: „Es ist möglich alle Emotionen und Gedanken zu heilen.“ In diesem Augenblick war ich in einem tiefen Vertrauen. Und wo ich das jetzt hier schreibe berührt es mich immer noch. Für mich war dieser Satz so wahr. Und ich gab mir zugleich das Versprechen mich zu heilen, so lange, bis ich frei bin.

Im Nachhinein weiß ich, dass mein Höheres Selbst zu mir gesprochen hatte.

Ich hatte keine Ahnung, wie ich das machen sollte. Was ich zu diesem Zeitpunkt jedoch wusste: es wird ein anstrengender Weg. Doch es war mein tiefster Wunsch. So ließ ich mich führen.

Mir war klar, dass ich viel mehr tun musste, als ich bis jetzt getan hatte. Somit fing ich an mich zu erforschen. Ich lernte meine Gedanken zu beobachten. Ich lernte mich dabei zu beobachten, wenn sich Ängste und Emotionen zeigten. Ich meditierte, zunächst eine Stunde am Tag, dann zwei, drei…

Ich ging noch stärker auf Konfrontation. Machte mit meiner Leni meine sogenannten „Stadtrunden“. Ich spazierte also dort hin, wo viele Menschen sind. Puh, das war ganz schön anstrengend.

Kurzum, es war sehr intensiv. Und ich konnte in dieser Zeit einiges transformieren – auch was meinen Ängsten angeht. Aber sie waren sehr hartnäckig und immer noch stark genug.

Was ich da in der Anfangszeit nach meiner Botschaft – die ich von meinem Höheren Selbst erhalten hatte – gemacht habe, ist jetzt vielleicht nichts Besonderes – gut, es war wirklich sehr intensiv – doch dann passierte etwas…


KAPITEL 3

Energie

So, nun befand ich mich mittendrin auf meinem Weg und jeder Tag war mehr oder weniger eine Herausforderung für mich.

Dann eines Tages erzählte mir eine mir nahestehende Person – ich nenne sie hier Helene – von einer Frau die mit einer bestimmten Methode Energien aus dem Körper holt und dass man damit alles heilen kann. Ich hatte mit solchen Sachen überhaupt nichts am Hut und fand es doch irgendwie suspekt. Nie hatte ich mich all die Jahre meines Daseins hier auf diesem Planeten mit solch „ausserirdischen“ Dingen beschäftigt. Da war ich eher „klassisch“ veranlagt – glaubte ich zumindest.

Helene erzählte mir immer wieder davon, wie es bei ihr wirkt und was alles dabei passiert. Einerseits ging es mir irgendwie auf den Wecker – es war für mich zu diesem Zeitpunkt noch zu abgefahren – andererseits war da etwas in mir, das mir erzählte, dass da schon etwas dran ist. Ich war so hin- und hergerissen. Und anfangs war ich nicht wirklich offen dafür, deshalb fragte ich auch gar nicht so genau nach. Doch manchmal machte sich in mir eine Unruhe breit, dass ich vielleicht doch etwas verpassen könnte…

Ich muss dazu sagen, dass Helene in einer ähnlichen Situation steckte und Ängste ihr das Leben schwer machten, deshalb beobachtete ich das Ganze etwas schärfer. Sie wurde später für mich sogar zum Motor, aber dazu komme ich noch.

Eines Tages fragte ich Helene also wie das denn jetzt genau geht. Sie war in einem Kurs bei dieser ominösen Frau, in dem sie diese Methode lernte. Dazu benötigt wurde eine Art Spielbrett mit einem Hologramm vom Universum drauf, auf das man sich während des Energiens-an-die-Oberfläche-holen, stellen musste. 

Dass man dieses Spielfeld dazu brauchte, gab mir zu denken auf. Es hatte für mich keine Logik. Was mich wieder skeptisch machte. Deshalb war ich immer noch etwas ablehnend gegenüber dieser Sache.

Da ich nicht so recht an dieses Spielfeld glaubte, probierte ich es zu Hause jedoch trotzdem ohne aus. Und ja – zu meinem Erstaunen – ich konnte Energien wahrnehmen – auch ohne das Spielfeld. Und plötzlich war es mir gar nicht mehr so suspekt. Ich wendete es nun in dieser Zeit jeden Tag an und tauschte es gegen meine täglichen Meditationen aus.

Die Zeitspannen, die ich damit verbrachte wurden immer größer…


KAPITEL 4

Wichtige Begegnung

So, nun hatte ich also meine Meditationen gegen die „energetische Selbstheilung“ – so nenne ich es – ausgewechselt. Ich stellte mich täglich auf meinen Teppich im Wohnzimmer und ließ die Energien fließen. Es bestand darin, sich mit dem Höheren Selbst zu verbinden und um die Informationen zu bitten, was gerade geheilt werden soll. Und dann konnten die Energien fließen.

Ich verbrachte viel Zeit damit. Es wurde immer mehr. Ein paar Stunden am Tag kamen schnell zusammen. Mein Teppich war irgendwann, an der Stelle wo ich stand, ganz dünn geworden. Und das soll etwas heißen.

Eines Tages erzählte mir Helene, sie würde jetzt zu dieser Frau gehen, die ihr dabei hilft die Energien schneller an die Oberfläche zu holen.

Sie berichtete mir immer mal wieder von ihren Sessions dort und dass diese Frau die Methode nun verändert hätte. Sie wollte mich dazu motivieren auch dort hinzugehen und gab mir ihre Telefonnummer.

Ich kam mir vor wie an einem ähnlichen Punkt, an dem ich schon einmal war. Irgendetwas in mir sagte: „Geh hin“. Und dann war da auch wieder diese Stimme, die mich vom Gegenteil überzeugen wollte: „Ach was, das brauchst Du doch nicht“.

Ich glaube es vergingen drei Monate – nachdem ich die Nummer erhalten hatte – um dort anzurufen. Ich machte einen Termin aus. Sie arbeitete jetzt mit dem Pendel, wobei das Pendel einzig die Funktion hatte Energien anzuzeigen. Diese neue Art machte es möglich bequem auf dem Stuhl zu sitzen. Das war eine große Erleichterung. 

Von da an wurde sie über einen Zeitraum meine Mentorin.

Jetzt bin ich ja nicht nur zu ihr gegangen um diese Methode in einer neuen Form zu erlernen, sonder auch, damit sie mir hilft meine Ängste schneller zu heilen. Ich habe keine Ahnung, inwieweit sie mir geholfen hat, denn ich habe parallel zu Hause damit gearbeitet – und zwar sehr sehr intensiv. Es waren oft 8 Stunden täglich. Das ist enorm! Wie konnte ich das schaffen? 

Helene war damals – neben meinem Versprechen mich selbst zu heilen – mein Motor. Ohne sie hätte ich das nicht so intensiv gemacht. Ich weiß gar nicht, was ihr Motor war, aber sie erzählte mir immer wieder mal, wie lange sie schon wieder dran war. Irgendwie fand ich es irre, aber es motivierte mich.

Das, was meine Mentorin bei mir gemacht hat, war also nur ein minimaler Bruchteil. Und im Nachhinein ist mir klar, dass sie noch zu lange brauchte, um die Energien an die Oberfläche zu holen. Denn wenn Du für andere arbeitest muss Du selbst schon in einer bestimmten Energie sein, damit es schnell geht.

Wenn ich nun so darüber nachdenke, war sie vor allem dazu da mir diese Methode beizubringen. Und das war für mich das Beste was passieren konnte.


KAPITEL 5

Kein Ende in Sicht

Nun war ich also dabei mich auf diese Art und Weise Stück für Stück zu befreien. 

Die meiste Zeit verbrachte ich zu Hause und holte Energien gezielt an die Oberfläche. Es waren täglich bis zu acht Stunden! Es ging gar nicht mehr nur um meine Ängste, es ging um alles. Meine Mentorin gab mir ganze Listen mit Emotionen, die ich „abarbeitete“ und konzentrierte mich sonst auf maximal drei Themen, die bei mir gerade im Vordergrund standen. 

Das Ganze war wie ein Fass ohne Boden. Mein Tag fing mit „energetischer Selbstheilung“ an und genauso endete er auch. Im Rückblick kommt es mir schon sehr surreal vor. Wie war dies möglich? War ich verbissen? Ich selbst empfand es nie so und ich war deshalb auch nie wirklich gestresst. 

Ich glaube ich wollte es einfach aus meinem tiefsten Herzen heraus – eine Sehnsucht, die mich antrieb.

Jedoch eine Sache hat es mir etwas erleichtert und das, was ich jetzt sage klingt ganz und gar nicht spirituell: ich konnte nebenher auch mal einen Film anschauen, die Energien liefen trotzdem. Dieses Werkzeug war einfach genial!

Jetzt könnte man meinen: war das mit der Konfrontation nicht mehr wichtig, wo ich doch die meiste Zeit zu Hause verbrachte? Oh doch! Aber sie war automatisch mehr oder weniger da.

Erstens durch meine Erledigungen im Alltag.

Zweitens durch die Spaziergänge mit meiner Leni. Sie war für mich ein Fenster zur Welt! Durch sie kam ich mit vielen Menschen in Kontakt, welche für mich ein wichtiger Spiegel waren, durch den ich erkennen konnte, was noch da war, aber auch was sich alles schon getan hatte.

Und drittens war da auch noch meine Arbeit. Lange Zeit war ich selbständig und arbeitete von zu Hause aus, aber es lief nicht gut. Irgendwie war ich am Boden. Ich versuchte zu akquirieren. Zu meiner Überraschung bot mir ein Unternehmen eine Stelle an. Ich war so froh, dass ich diese Chance bekam, andererseits hatte ich Angst, denn der Haken war, ich musste dort arbeiten, in einem Büro, eingesperrt! Für mich der Horror!

Dennoch, ich ergriff diese Chance und sprang ins kalte Wasser. Der Job war gut. Ein paar Wochen arbeiten, ein paar Wochen frei. Dennoch, für mich war es eine große Herausforderung! Ich verdiente sehr gut – mehr als je zuvor – und zu Anfang war ich deswegen auch ziemlich euphorisch. Doch die Euphorie legte sich schnell und ich erkannte, dass es nicht das Geld ist, warum ich dort bin. So wurde diese Arbeitsstelle für mich ein Ort der Transformation.

Und so vergingen die Tage und Monate. Die Energien schienen kein Ende zu nehmen und ich war geduldig.

Doch dann passierte es…


KAPITEL 6

Jetzt wird es leicht

Wie gesagt die Energien flossen und die Zeit verging.

Dann eines Tages, als ich wieder dabei war Energien an die Oberfläche zu holen, passierte es: das Pendel blieb plötzlich stehen! Das hatte ich noch nie!

Am nächsten Tag war es wieder so. Am übernächsten auch. Am überübernächsten auch. Es blieb jedes mal irgendwann einfach stehen! Ein gutes Zeichen! 

Es geschah dann, dass ich täglich immer weniger machen konnte. Für mich bedeutete dies, dass ich zeitlich und räumlich freier wurde – aber auch in meinem Inneren hatte sich enorm viel getan, was sich mir auch in der Aussenwelt spiegelte.

Energien nahm ich in meinem Körper – in irgendeiner Form – trotzdem noch permanent wahr. Das hat mich jedoch nicht so gestört. Ich war glücklich darüber, dass ich nun wieder mehr Zeit hatte anderes zu tun.

Und als ich dann so gut wie gar nichts mehr aktiv machen konnte, hatte ich plötzlich so viel Zeit, dass ich gar nicht wusste, was ich damit anfangen soll. Das klingt jetzt etwas seltsam, aber ich war es einfach nicht gewohnt nichts zu tun. Ach ja, ich war dann auch das erste mal seit langer Zeit wieder im Urlaub. Ein tolles Gefühl!

Langsam gewöhnte ich mich daran. Ich verbrachte täglich vielleicht nur noch eine halbe Stunde aktiv damit Energien an die Oberfläche zu holen.

Und dann war da ein Ereignis, bei dem ich die Stelle wo es passierte, nicht vergessen habe. So ähnlich wie bei meiner Eingebung, ganz am Anfang meiner Geschichte. Es war für mich also sehr bedeutungsvoll. Ich ging so meines Weges, dachte mir nichts und plötzlich nahm ich keine Energien mehr in meinem Körper wahr. Das war für mich ungewöhnlich, weil ich jede kleinste Kleinigkeit an Energie wahrnahm. In diesem Augenblick kam mir ein Gedanke: „Jetzt wird es leicht.“ (Auf dem Bild ist die Stelle, wo ich stand.) Es war wie wenn etwas von mir abfällt. Mein Höheres Selbst hatte wohl wieder zu mir gesprochen.

Energien spüre ich weiterhin. Aber sie setzen immer wieder mal aus und das nehme ich genauso wahr, wie ich Energien wahrnehme. Wenn sie aussetzen bin ich und mein Körper in einer absoluten Stille. 

Mein Ziel hatte ich erreicht. Ich wollte mich von meinen Ängsten – die sich vor allem auf Menschen bezogen und die mir ein Leben da draussen in der Welt fast unmöglich machten – befreien. Und nicht nur das, ich konnte mich auch von enorm viel anderem befreien. Ganz viel schwere Energie ist entwichen. Mein Körper fühlt sich leicht an. Ich kann das Leben genießen.

Das eine und das andere ist noch zu transformieren, ansonsten würde ich keine Energie mehr wahrnehmen – und ich wäre das, was man wahrscheinlich als erleuchtet bezeichnen würde. Es ist für mich aber nicht mehr belastend. Und ja, das Leben geht ja auch weiter und ich nehme gerne die eine oder andere Herausforderung noch an um daran weiter wachsen zu können – nur aus einem anderen Grundgefühl heraus. Es wird auf jeden Fall spannend bleiben.

Dies war der letzte Teil. Danke für’s Lesen!