liebe kann man nicht lernen

Liebe kann man nicht lernen

Viele Menschen glauben, dass man Liebe lernen kann, wenn man sich z.B. auf die Liebe konzentriert. Doch ist es wirklich so? Liebe ist aber nichts weiter als ein Zustand des SEINS. Wenn man es genau betrachtet ist die Liebe ja schon da. Liebe kann man – meiner Meinung nach – deshalb auch in dem Sinne nicht lernen. Der Prozess besteht vielmehr darin, das zu erkennen, was es noch verhindert, die Liebe in sich zu fühlen.

Doch was ist das denn genau? Was macht es so unklar?

Der Ursprung liegt – wie so oft – in den tiefen Gefühlen, Emotionen und Gedanken. Diese bestehen aus Angst in den unterschiedlichsten Formen. Es ist nicht möglich gleichzeitig zu lieben und zu hassen oder zu lieben und gleichzeitig seine Macht auszuspielen. Es kann niemals beides zur gleichen Zeit existieren. Das Licht überstrahlt die Dunkelheit oder das Licht wird von der Dunkelheit verschlungen.

Doch wir brauchen nicht gut zu sein. Und wir müssen nicht gut sein. Denn es ist manchmal gar nicht möglich. Denn Vieles was uns zu keinem liebevollen Handeln führt, hat einzig und alleine mit nicht geheilten Verletzungen aus der Vergangenheit zu tun. Aktuelle Situationen, die uns triggern, erinnern uns nur an etwas, das nun liebevoll angenommen und transformiert werden möchte.

Tiefe Verletzungen aus der Vergangenheit heilen durch das Annehmen der Gefühle dazu

Und genau hier ist der Ansatz: es geht darum emotionale Reaktionen und Gefühle mit dem Herzen anzunehmen. Das ist der Königsweg! Denn alles darf sein. Annahme ist eine Form von Liebe. Widerstand schließt sie aus. Liebe kann man nicht lernen, stattdessen kann man annehmen was IST.

Wenn wir unsere Gefühle fühlen und annehmen – immer und immer wieder – so können diese Verletzungen geheilt werden. Sie werden so transformiert und automatisch in Liebe gewandelt. So weitet sich der Raum in uns und wir fühlen die Liebe immer mehr. Somit können wir auch ganz von selbst mehr und mehr liebevoll handeln. Letztendlich ist es daher kein Lernprozess in dem Sinne, dass ich etwas WILL, sondern ein gleitender Transformationsprozess.

Die Annahme, dass man Liebe lernen könnte, kommt nicht zuletzt auch aus religiösen Überzeugungen. Oft wird in Religionen gepredigt, dass man gut sein muss, um irgendwo hinzukommen, wo einem das Himmelreich versprochen wird. Doch es ist nur eine Ablenkung von sich selbst und führen im schlimmsten Fall weg von der „wahren“ Liebe, die wir nur in uns selbst finden können. Denn Heilung geschieht nicht durch Handlungen im Außen, sondern in dem man in sich geht und fühlt, was sich zeigt.

Wir brauchen uns also also keine Gedanke darüber machen, wie und wo man Liebe lernen kann. Wir brauchen auch keine Angst zu haben nicht gut genug zu sein, denn wir sind es bereits tief in unserem Herzen. Der Schatz will nur geborgen werden.


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Beobachter der Gefühle

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