Gedanken und Heilung

Gedanken und Heilung

Gedanken erzählen uns Geschichten, die unserer Heilung dienen. Hier mal eine andere Perspektive.

Als ich angefangen habe meinen sehr intensiven Weg zu gehen, da habe ich auch begonnen meine Gedanken zu beobachten. Und ja anfangs war ich richtig schockiert!

Ich lernte dann mit der Zeit sie einfach plappern zu lassen und mich nicht mit ihnen zu identifizieren. So reduzierten sie sich immer mehr, doch auch meine negativen Gefühle und Emotionen wurden weniger…

Heute komme ich zu diesem Schluss:

Die Gedanken – so lästig sie auch sein mögen – haben eine wichtige Funktion. Sie zeigen auf, was noch da ist – in einem drin. Sie sind Überbringer einer Botschaft. Gedanken und Heilung sind eng miteinander verbunden.

Man sollte sie jedoch auf der anderen Seite nicht so Ernst nehmen – also sich nicht darüber ärgern oder sich mit ihnen identifizieren und sie loshaben wollen. Die Botschaft also aufnehmen, aber keine Emotionen hineingeben.

Warum denke ich über diesen oder jenen Menschen so schlecht? Warum rede ich mir ständig ein, dass ich völlig unfähig bin? Warum verurteile ich mich wegen dieser Sache? Warum beschäftigt mich das jetzt?

Es braucht keine Antworten auf diese Fragen. Es geht nur darum, dass da noch etwas sein muss…

Gedanken erzählen eine Geschichte

Negative Gedanken entstehen aus einem tiefen Gefühl heraus ungeliebt zu sein. Sie sind noch da, wenn noch nicht alles geheilt ist, denn dann gibt es noch Geschichten über Trauer, Verlassen-Sein, Wut, Unterdrückung, Eifersucht, Lieblosigkeit, Mutlosigkeit, Angst, Gier, Selbstmitleid,… zu erzählen.

All diese Gefühle kommen aus der Vergangenheit. Sie stehen mit Ereignissen in Verbindung, die uns wütend, traurig, mutlos, ängstlich,… gemacht haben.

Hier ist der Hund begraben und hier erfolgt Heilung in der Tiefe, da wo all diese tiefen Gefühle entstanden sind.

Aus diesem Grund kann ich auch nicht an Mindset glauben. Gedanken verändern heilt nicht wirklich in der Tiefe. Es kann einem an der Oberfläche vielleicht über einen bestimmten Zeitraum helfen, aber die Ursache von Gedanken liegt woanders. Bei mir hat dies übrigens sowieso nicht funktioniert.

Wenn einen nichts mehr stört oder beschäftigt, dann sind die negativen Gedanken automatisch auch nicht mehr da, weil dann gibt es diese Geschichten auch nicht mehr.

Fazit: Gedanken helfen einem zu erkennen, was noch nicht vollständig transformiert ist. Erst, wenn die Gedanken – z.B. zu einem bestimmten Thema – stillstehen, kann man davon ausgehen, dass es nun geheilt ist.


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