Zugang zu Gefühlen und Gedanken

Gedanken und Heilung

Gedanken erzählen uns Geschichten über uns selbst und können dazu dienen etwas in uns zu erkennen, das der Heilung bedarf. Deshalb ist es auch so wichtig seine Gedanken zu „kennen“.

Als ich angefangen habe meinen Weg der Transformation zu gehen, habe ich auch begonnen meine Gedanken zu beobachten. Wenn man das das das erste Mal tut kann das ganz schön schockierend sein, denn nicht alle Gedanken sind schöner Natur!

Ich lernte dann mit der Zeit sie einfach plappern zu lassen und mich nicht mit ihnen zu identifizieren. Es ist so ähnlich wie mit den Gefühlen, nur dass man diese halt fühlt. Mit der Zeit reduzierten sie sich immer mehr. Das heißt also nicht, dass sie im Nullkommanix verschwunden waren, denn da waren ja auch noch die tiefen Gefühle und die Emotionen, welche in einer Beziehung zu den Gedanken stehen.

Doch was war zuerst da? Es ist ein bisschen wie mit dem Huhn und dem Ei. So genau weiß man das nicht und deshalb scheiden sich hier auch die Geister. Für mich stehen dennoch die Gefühle vor den Gedanken, denn Gefühle lassen sich nicht täuschen – Gedanken schon. Sie haben meiner Erfahrung nach die größere Gewichtung.

Wozu dienen uns die Gedanken bei der Heilung

Die Gedanken – so lästig sie auch sein mögen – haben eine wichtige Funktion. Sie zeigen auf, was es noch zu heilen gibt. Sie sind Überbringer von Botschaften. Gedanken und Heilung sind also eng miteinander verbunden.

Warum denke ich über diesen oder jenen Menschen so schlecht? Was ist der tiefere Grund, warum ich mir ständig einrede, dass ich unfähig bin? Warum verurteile ich mich wegen dieser Sache? Aus was für einem Grund beschäftigt mich das jetzt?

„Alles, was in unseren Gedanken auftaucht,
könnte noch ein Teil sein, der der Heilung bedarf.“

Negative Gedanken entstehen aus einem tiefen Gefühl des ungeliebt seins heraus. Sie sind da, wenn noch nicht alles geheilt ist. Der Grund warum diese Geschichten über Trauer, Verlassen-Sein, Wut, Unterdrückung, Eifersucht, Mutlosigkeit, Angst, Gier, Selbstmitleid, noch da sind und erzählt werden wollen. Im Prinzip sind es Selbstgespräche.

Man sollte diese Gedanken dennoch auf der anderen Seite nicht so Ernst nehmen – also sich nicht mit ihnen identifizieren, sich über sie zu ärgern und sie loshaben wollen. Das Beste ist, die Botschaft dahinter hören und dankbar annehmen, aber keinesfalls Emotionen in die Gedanken geben. Sie verschwinden langsam von alleine.

Dies ist meine eigene Erfahrung. Deshalb fällt es mir auch schwer zu glauben, dass das Verändern von Gedanken (Mindset) wirklich in der Tiefe und nachhaltig heilt.

Es kann einem an der Oberfläche vielleicht über einen bestimmten Zeitraum helfen, aber die Ursache von Gedanken steht in engem Zusammenhang mit Gefühlen. Und deshalb ist es wichtig diese mit einzubehiehen.

Heilung zeigt sich, indem keine Gedanken mehr da sind

Wenn einen nichts mehr stört oder beschäftigt, dann sind die negativen Gedanken automatisch auch nicht mehr da.

Fazit: Gedanken helfen einem zu erkennen, was noch nicht vollständig transformiert ist. Erst, wenn die Gedanken – z.B. zu einem bestimmten Thema – stillstehen, kann man davon ausgehen, dass es nun geheilt ist.


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