eigene Grenzen setzen

Eigene Grenzen setzen

Oft ist es wichtig eigene Grenzen zu setzen und zwar dann, wenn es einem nicht mehr gut bei einer Sache geht und man sich zu sehr im Außen verliert. Dies kann sogar Heilung vehindern.

Hier eine kleine Geschichte …

Gestern Morgen lag eine Beitrittsanfrage von einer lieben FB-Freundin in meiner Facebook-Gruppe vor. Ich wunderte mich und dachte zuerst sie hätte ein neues Profil. Als kleine Nachricht schrieb sie dazu, dass sie die Gruppe wieder verlassen hatte und deshalb nun eine erneute Anfrage an mich schickt und dass sie mir gerne erklärt warum.

„Es ist so wichtig seine Grenzen zu kennen,
damit man auch Grenzen setzen kann.“

Natürlich war ich neugierig …

Sie erzählte mir, dass es ihr einfach zu viel war und dass sie gemerkt hat, dass es ihr nicht gut tut. Sie würde normalerweise gar nicht so viel auf FB sein, aber sie wäre gerade alleine zu Hause und hätte ständig ihr Handy in der Hand. Und sie erzählte, dass es ihr so schwer fallen würde eigene Grenzen zu setzen. Und dass ihr nach einen Spaziergang wieder bewusst wird, wie schön das ist und wieviel mehr ihr das gibt – einfach raus an die frische Luft!

Warum sie wieder in meine Gruppe wollte, konnte sie auch nicht beantworten. Es kam aus einem Impuls heraus.

Auszeit

Als ich das las, dachte ich an die Zeit zurück, als ich noch gar nicht auf FB war. Ich erinnerte mich daran, wie ich zweimal täglich mit meiner Hündin Leni spazieren war. Und so ein bisschen hatte ich feuchte Augen dabei, nicht nur weil mich der Gedanke an meine Leni berührte, sondern auch weil ich so gerne in der Natur bin und ich es im Moment nicht schaffe zweimal am Tag rauszugehen.

Und dann dachte ich auch an die Zeit als ich in meinem wirklich sehr intensiven Transformationsprozess war, als ich bei mir täglich Energien an die Oberfläche holte. Ich darf gar nicht sagen, wie viele Stunden das waren, weil es – selbst für mich im Nachhinein – so surreal wirkt. Facebook wäre undenkbar und reine Zeitverschwendung für mich gewesen.

Wo kann ich Grenzen setzen?

Es gibt ein paar Fragen, die man sich immer wieder mal stellen kann:

  • Wo verliere ich mich? Lenke ich mich nur ab? Manchmal will man bestimmte Dinge einfach nicht fühlen. So kann es schnell passieren, dass man sich im Außen verliert. Oft geht es einem dabei gar nicht mal so gut. Dies wird dann ganz deutlich, wenn man gerade nichts zu tun hat und mit sich selbst konfrontiert wird.
  • Was dient mir? Man könnte sich auch die Frage stellen. Lenkt das, was ich mache von meiner inneren Entwicklung ab? Oder dient es mir? Auch Tätigkeiten im Außen können zu einer inneren Entwicklung beitragen. Wichtig dabei ist jedoch, dass man da sehr bewusst ran geht.
  • Möchte ich so ein Leben haben? Oder macht es mir zu viel Stress?
  • Geht es mir damit wirklich gut? Wo muss ich Grenzen setzen, damit ich mich wohl fühle?

Jedem Menschen dient etwas anderes. Diese Fragen kann sich jeder für sich immer und immer wieder mal stellen. Die Antworten können sehr aufschlussreich sein.

Es ist so wichtig, in sich hinein zu spüren, wenn man das Gefühl hat, da ist irgendetwas zu viel. Man kann immer Grenzen setzen. Und man darf auch nicht vergessen, dass z.B. Heilung oft keine Chance hat oder nur sehr schleppend geschieht, wenn man sich zu sehr im Außen verliert. Die Einkehr nach Innen ist dabei sehr wichtig.

Meine Gruppe gibt es auf FB übrigens nicht mehr. Ich habe schnell gemerkt, dass sie mich zu sehr in Anspruch nimmt und für mich eine Grenze gesetzt. Und ich bin auf FB auch nicht mehr wirklich aktiv. Es ist einfach nicht das Leben, das ich haben möchte.


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