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Du bist das Ventil

Bevor ich mich auf den Weg gemacht habe, habe ich oft die Fröhliche gespielt. Wenn es zu ernst wurde hat es mich gestört. Ein Freund sagte jedoch immer mal wieder „Du bist doch depressiv“ – irgendetwas muss er gesehen haben. Klar, ich verneinte es und es störte mich, dass er so etwas von mir behauptete.

Irgendwann kam mir der Gedanke: Vielleicht hat er ja doch recht. Denn, wenn ich ehrlich sein soll, so ein bisschen depressiv fühlte ich mich schon des öfteren. So fing ich an mir das genauer anzuschauen. Es fühlte sich schwer an – tief in mir. Da war also etwas dran. Ich wollte es einfach nur nicht wahrhaben. 

Also fing ich an mich nicht mehr dagegen zu wehren und mich selbst zu belügen. So schaffte ich eine Öffnung, indem ich meine Gefühle zuließ. Das ist Transformation! Denn gibt eine Öffnung, so gibt es auch Heilung.

Viele Menschen glauben, sie müssten immer gut drauf sein, obwohl sie sich – bei genauer Betrachtung – dabei nicht wirklich so fühlen. Ich kann Dinge schön reden, relativieren, abtun. Der Verstand kann da ganz schön tricky sein. Das Gefühl bleibt trotzdem. Es wird dadurch nur in den Hintergrund gedrängt und ist oft kaum wahrnehmbar. 

Werden unangenehme Gefühle nicht beachtet und bewusst erlebt, so entsteht eine Disharmonie, die sich in den unterschiedlichsten Formen zeigen kann – psychisch z.B. in Depressionen oder als Körpersymptome – im schlimmsten Fall zeigt sie sich als Krankheit.

Um Heilung zu erfahren braucht es diese Öffnung. Es spielt dabei keine Rolle, ob Du Dich selber heilst, oder ob Dir jemand dabei hilft. Du bist das Ventil, das sich öffnet oder verschließt.

Kein Mensch muss immer gut drauf sein. Wer sagt denn so etwas? Sich seine Gefühle ansehen und ehrlich zu sich selbst sein öffnet das Ventil und alleine das kann schon Erleichterung bringen.

Bist Du bereit dieses Ventil zu öffnen?

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