Achtsamkeit und Sensibilisierung

Vor vielen Jahren war ich mal mit einer Freundin zusammen auf einer Vipassana Meditation. Das Ganze sollte über zehn Tage gehen. Sollte deshalb, weil wir es frühzeitig nach einer Woche abgebrochen haben. Aber das ist eine andere Geschichte…

In diesen zehn Tagen wurde exzessiv meditiert – ich glaube es waren 7 bis acht Stunden am Tag. Das ist enorm – vor allem für Menschen, die vorher nur sporadisch mal ein halbes Stündchen am Tag meditiert haben – so wie ich zum Beispiel…

Es ging darum alles am Körper wahrzunehmen in diesem Augenblick. Rückblickend würde ich sagen: es ging darum die Energien wahrzunehmen.

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass mich genau dies auf meinem weiteren Weg begleiten würde.

Vielleicht ein oder zwei Jahre später fing ich dann an „richtig“ zu meditieren, d.h. regelmäßig. Es gibt ja verschiedene Meditations-Formen. Bei meinen Meditationen ging es um genau das: Energien wahrnehmen!

Es ging darum, dass durch das bloße Wahrnehmen, die wahrgenommene Energie abfließen kann. Fließt die Energie ab, so geschieht Heilung.

Bei solchen Meditationen passiert nicht nur Heilung, es ist gleichzeitig eine Schulung achtsamer zu werden und sich selbst für Energien zu sensibilisieren. Dies kann man wunderbar in den Alltag einfließen lassen.

Achtsam kann man überall sein: auf dem Bürostuhl, in der Küche beim Kochen, in der Schlange an der Kasse, auf dem Spaziergang usw.

Meine Meditationen weiteten sich zeitlich immer mehr aus. Die Art und Weise, wie ich das mit den Energien gemacht habe hatte sich irgendwann dann auch verändert, aber das ist ebenso eine andere Geschichte.

Und ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich letztendlich nicht selten auf acht Stunden am Tag gekommen bin – und das über Jahre. Hätte mir das jemand – damals bei Vipassana – gesagt, hätte ich ihn für verrückt erklärt.

Was mir dabei immer klar war ist, dass ich irgendwann nicht mehr meditieren und dieses „Werkzeug“ eines Tages ablegen werde, weil ich es dann nicht mehr brauche.

Vor ein paar Jahren habe ich aufgehört zu meditieren. Dieser Tag war also gekommen.

Was ich mit dieser Geschichte sagen will ist, dass alles auf Energie beruht. Wenn Du Deinen Körper wahrnimmst, wirst Du feststellen, dass sich da immer etwas tut. Hier nimmst Du Druck wahr, da ein Ziepen, hier spürst Du Energie fließen. Energie kann sich in den unterschiedlichsten Formen zeigen.

Probiere es aus und nimm die Energie in Deinem Körper wahr!

Wenn Du nichts wahrnehmen kannst, dann kann es entweder sein, dass Du noch zu wenig sensibilisiert bist oder in diesem Augenblick keine Energie wahrnehmbar ist, weil Du nun in vollkommener Ruhe bist. Das ist ein sehr gutes Zeichen!

Alleine durch Deine Wahrnehmung schaffst Du Veränderung in Richtung Heilung!

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