Ego – inneres Kind – Rumpelstilzchen

Es gibt Menschen, die gegen das Wort EGO eine echte Aversion zu haben scheinen. Andere hingegen können mit dem INNEREN KIND weniger anfangen. Beides sind jedoch Bezeichnungen, die – meiner Meinung nach – das Gleiche ausdrücken. Und bei genauerem Betrachten stellt man fest, dass beide die gleiche Funktion haben. Nämlich die Funktion des Werkzeugs. Es sind Vorstellungen, die wir dazu benutzen können sie von aussen zu beobachten, zu akzeptieren, anzunehmen oder was auch immer. Die Vorstellung von einem inneren Kind ist nur eine andere als von einem (gemeinen) Ego. Ich selbst habe auf meinem Weg immer mit dem Ego gearbeitet – das innere Kind kam selten zum Einsatz. Beide stehen – in meinen Augen – für die Emotionen und Gedanken, die geheilt werden wollen. Die Funktion und das Ziel sind aber die gleichen. Da jeder Mensch anders strukturiert ist, wählt jeder das, womit er besser arbeiten kann und die seiner Struktur am ehesten entspricht.
Für mich war das Ego immer so eine Art Rumpelstilzchen, das seinen Willen durchsetzen möchte, mit dem Fuss auf den Boden stampft und auch mal ganz schön ekliges Zeug von sich geben kann. Ich habe dieses Rumpelstilzchen dann einfach beobachtet und mir angesehen was da wieder kommt. Ich habe mich immer mehr als Beobachter gefühlt. Es wollte ganz einfach meine volle Aufmerksamkeit haben, wollte, dass ich mich darüber ärgere oder traurig bin, wenn etwas nicht so lief, wie ich es mir gewünscht hatte. Mein Beobachter wurde immer stärker und ja, Rumpelstilzchen immer schwächer. Dem ging einfach die Luft aus, immer mehr und mehr. Ein bisschen leid tat es mir schon, aber: c’est la vie! Heute kann ich darüber schmunzeln und lachen. Und wenn es dann mal wieder aufmuckt hält der Widerstand nicht lange an. Ich glaube es hat gemerkt, dass da nicht mehr viel zu holen ist. In den Arm nehmen wollte ich diesen Giftzwerg nicht, obwohl er mir schon manchmal ein bisschen leid tat. Durch meine Annahme und Akzeptanz dessen, was da vor sich ging, konnte ich ihm die Macht entziehen. Das innere Kind nimmt man gerne in den Arm. Das Resultat ist aber das gleiche. Nämlich, dass das, was geheilt werden will auf beide Arten funktioniert, nicht mehr und nicht weniger. Es ist nur eine Vorstellung! Und jeder Mensch hat seine eigene. Es liegt nur an der Struktur eines jeden Menschen. Je ruhiger das Ego oder das innere Kind wird, desto weniger brauche ich diese Vorstellung. Und irgendwann fallen diese Werkzeuge auf dem Weg zu sich selbst ganz weg…
…und so lebte sie glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage auf diesem Planeten.

Bild: pixabay – Jas_Travel

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