Der Zustand des Seins

Vor einigen Jahren unterhielt ich mich mit einem Bekannte von mir über Augen und Sehen. Er selbst ist kurzsichtig und sieht ohne Brille nur unscharf. Dann erzählte er mir eine Geschichte, die mich sehr beeindruckt hat. Er schilderte mir, dass er einmal auf einer Wiese gelegen war – die Brille nicht auf seiner Nase – und in den Himmel schaute. Dann plötzlich stellten sich seine Augen für einen Augenblick scharf und er konnte einen Raubvogel klar sehen – nur für einen Augenblick. Mir kam sofort ein Gedanken: In dieser Sekunde war alles für einen kurzen Augenblick von ihm abgefallen – der Zustand des Seins. Es ist ihm danach nie wieder passiert. Es war ein Moment der nicht mit dem Verstand zu steuern ist, auch wenn man es noch so gerne hätte.
Wenn man sich auf dem Weg zu sich selbst befindet, wenn man anfängt loszulassen – immer mehr und mehr – so rückt der Zustand des Seins jedoch stetig näher und wird möglich.

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