Begib Dich in den Fluss

Stell Dir vor Du treibst in einem Fluss. Und stell Dir vor dieser Fluss ist Dein Leben. Es ist ein Fluss, der manchmal ruhig dahinfließt, aber ab und an kann es auch schon mal ganz schön heftig werden. So heftig, dass Du am liebsten aus diesem Fluss raus möchtest, weil Dir alles zu viel wird. Wenn Du Dich aber irgendwo festklammerst, dann trägt Dich der Fluss nicht mehr weiter. Und Dein Leben erfährt in irgendeiner Weise einen Stillstand. Und doch ist es beschwerlich. Denn festhalten ist in der Regel anstrengender als loslassen, denn es erfordert mehr Kraft, als es den Anschein hat. Durch Festhalten wird es nicht besser. Dieses Klammern verzögert nur, dass Du an Dein Ziel kommst. Darum ist es besser loszulassen, denn es ist unvermeidlich, dass Du zu einem späteren Zeitpunkt dann doch mitgerissen wirst. Das Unangenehme bleibt Dir also so oder so nicht erspart und manchmal kann es sogar schmerzlicher werden, weil der Druck immer größer wird und Du später erfährst, dass es doch einfacher gewesen wäre, wenn Du Dich hättest von dem Fluss mitnehmen lassen. Es läuft nicht immer ruhig. Wenn Du dies akzeptierst, begibst Du Dich in den Fluss Deines Lebens. Er bringt Dich an das Ziel, das Du Dir vorgenommen hast. Gib Dich diesem Fluss hin. Nimm an, was Dir begegnet. Nimm die Stromschnellen an, aber auch das ruhige Gewässer, bei dem Du vielleicht das Gefühl bekommst nichts geht mehr weiter. Du kannst darauf vertrauen, dass der Fluss trotzdem fließt, auch, wenn es sich nicht so anfühlt. Diese Zeiten können dazu dienen Dich zu erholen. Sie können Dir zeigen, dass es auch noch die andere Seite gibt. In diesen Phasen baue das Vertrauen auf. Vertraue, dass alles gut ist, so wie es ist. Das ist nicht immer so einfach. Aber es ist wichtig um am Ball zu bleiben und um für die stürmischen Zeiten verstärkt gewappnet zu sein. Vertrauen stärkt Dich, macht Dich mutiger und bringt Dich voran. Du kannst dem, was Dir begegnet immer mehr mit Gleichmut entgegentreten. So, wie der Fluss ruhiger wird, so wird es in Dir auch stiller. Du bekommst das Gefühl bald anzukommen. Du wirst immer mehr zum Beobachter und Zuschauer dessen, was um Dich herum passiert, anstatt bei diesem Spiel – den Dramen, den Verrücktheiten – mitzumachen und mitten drin zu stehen. Du kannst sicher sein, dass der Fluss in ein ruhiges Gewässer mündet. Du lässt Dich treiben und blickst zurück auf die turbulenten Zeiten, atmest tief durch und erkennst, dass alles gut ist, so wie es ist.

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