Meine kleinen, täglichen „Erleuchtungserlebnisse“

Erleuchtung ist ein großes Wort. Was ist das eigentlich? Für mich ist es zum jetzigen Zeitpunkt: klar und deutlich zu sehen. Es gibt für mich im Moment nichts schöneres als die Welt klar zu sehen. Im September 2011 hatte ich mir meine Augen messen lassen. Die Dioptrienzahl war an beiden Augen hoch – -5 auf dem rechten und -5,25 auf dem linken Auge, um genau zu sein. Aus medizinischer Sicht ist ein Mensch mit -6 Dioptrien blind. Ich war sehr erschrocken. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen. An diesem Tag fasste ich den Entschluss meine Augen zu heilen und ich war davon überzeugt eines Tages klar und deutlich sehen zu können wie ein Adler. Dass noch so viele Jahre vergehen würden hätte ich nicht vermutet. Aber die Dinge brauchen seine Zeit. Damals hatte ich schon mit der Energiearbeit begonnen und hatte gedacht, dass ich meine Augen gezielt dadurch heilen kann. Die Sache war aber komplexer. Irgendwann wurde mir klar, dass meine Augen mit vielem im Zusammenhang standen. Damit meine ich Emotionen und Gedanken. Nach einigen Jahren legte ich die Brille in meiner Freizeit vollständig beiseite. Das war manchmal hart, weil ich Menschen, die ich nicht wirklich kannte, aber sonst immer grüßte, oft nicht erkannte und somit übersah. Wahrscheinlich hat es arrogant ausgesehen. Aber was sollte ich machen? Nur so konnte ich mit meinen Augen in Kontakt bleiben, was mir dabei half zu erkennen, wo ich loslassen muss. Sie waren all die Jahre so eine Art Richtwert für mich. Bei mir ging es hier viel um Gedanken. Wenn ich an diese Zeit zurück denke muss ich immer an ein Gespräch mit jemandem denken, den ich von meinen Spaziergängen mit meinem Hund kenne. Ich hatte ihm gesagt, dass ich gerade versuche meine Augen energetisch zu heilen. Er hat mir dann erzählt – er ist selbst Brillenträger – dass er einmal auf einer Wiese gelegen ist und in den Himmel geschaut hat – ohne Brille – und dass er dann für einen kurzen Augenblick die Vögel, die dort flogen, scharf gesehen hat. Ich habe dann gesagt: dann ist wahrscheinlich in diesem Augenblick kurzzeitig alles von Dir abgefallen. Seit einiger Zeit stellen sich meine Augen zunehmend scharf ein. Sie haben die Fähigkeit zu sehen – jedoch nicht immer. Woran kann das liegen? Sie müssen also irgendwo doch gesund sein. Wann tritt es auf? Ich habe für mich herausgefunden, dass es dann auftritt, wenn alles von mir abfällt, wenn ich mit mir eins bin – so wie bei meinem Bekannten in diesem Augenblick, als er die Vögel am Himmel scharf sah. Die Welt erscheint dann glasklar vor meinen Augen. Das passiert immer öfter am Tag. In letzter Zeit hat es sich verstärkt. Es ist dann für mich irgendwie so, als ob die Zeit stehen bleibt. Und es ist so, dass ich dann das Gefühl habe, nichts stört mich mehr, kein Gedanke, keine Emotion. Das ist wirklich wunderbar. Ich freue mich wie ein kleines Kind. Es ist tatsächlich so, als ob alles von mir abfällt, in diesem Augenblick. Die Zeitfenster des scharf Sehens werden immer größer. Ich genieße jeden Augenblick der Klarheit. Der Adler ist ein wundervolles Tier und er verkörpert für mich Klarheit und Freiheit. Noch fliegt der Adler in mir nicht. Er fängt an zu fliegen, wenn er scharf sehen kann, bis ins letzte Detail. Vielleicht ist es ja bald soweit und meine Augen öffnen sich für immer. Das sind meine kleinen, täglichen Erleuchtungserlebnisse. Was sind Deine?

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