Kein Koffer ist gleich

Jeder Koffer ist anders. Der eine ist schwer, der andere leicht. Der eine ist prall gefüllt, der andere hat wenig Inhalt. Es gibt unhandliche Koffer und Koffer, die einfach zu transportieren sind. Wenn wir hier auf diese Erde inkarnieren, hat jeder seinen Koffer dabei. Es gibt keinen Koffer, der haargenau so ist wie der andere. Manche tragen einen schweren Koffer mit sich, den sie kaum schleppen können, wieder andere scheinen ihren Koffer mit Leichtigkeit zu transportieren. Das, was wir mit uns rumschleppen, können wir nach und nach abladen. Es kann aber auch sein, dass wir uns immer mehr aufladen, bis wir merken, dass wir jetzt nicht mehr weiter kommen. Die einzige Möglichkeit, dass es weiter geht ist, den Retourgang einzulegen, denn es geht darum, dass der Koffer leichter wird. Manchmal schielen wir auf den Koffer des anderen, und fragen uns, warum dieser so leicht ist. Wir würden am liebsten die Koffer tauschen. Aber Du wolltest doch diesen einen Koffer haben? Das ist Dir nur nicht klar in diesem Augenblick. Schau Dich nicht nach den anderen um, denn Dein Koffer ist wie geschaffen für Dich. Vielleicht hast Du ein anderes Ziel. Vielleicht muss der andere einfach nicht mehr so viel Ballast mit sich herumschleppen, weil er schon einigen Ballast abgeworfen hat – nicht unbedingt in diesem Leben. Akzeptiere, dass es bei Dir so ist, wie es ist. Versuche keine Erklärungen dafür zu finden. Konzentriere Dich alleine auf Deine Reise. So unterschiedlich wie die Koffer, so unterschiedlich sind auch die Ziele und die Reise eines jeden einzelnen. Vielleicht hast Du von anderen erfahren, wie sie alles abladen konnten. Manchmal sind es phantastische Geschichten von Erleuchtung und Befreiung. Aber es sind immer sehr persönliche Geschichten. Sie können andere Menschen lehren, aber Deine Geschichte bleibt trotzdem Deine Geschichte. Möglicherweise kannst Du aus der Geschichte des anderen etwas für Dich lernen und Du kannst Deine Reise dadurch abkürzen. Aber versuche nicht auf den Pfaden des anderen zu gehen. Es könnte sein, dass Du aus irgendeinem Grund scheiterst. Vielleicht bewunderst Du diesen Menschen und wartest vergeblich auf das, was dem anderen passiert ist. Möglicherweise bleibst Du dann auf Deinem Koffer sitzen. Es ist ziemlich sicher, dass der Weg des anderen, nicht Dein Weg ist. Deshalb konzentriere Dich auf Deinen eigenen. Du brauchst nicht zu hinterfragen, warum es bei Dir so nicht klappen will. Dein Koffer hat für Dich die Lösung. Er beinhaltet alles, was Du brauchst um an Dein Ziel zu kommen. Betrachte den Inhalt genau und Du wirst Schritt für Schritt an die Lösung kommen. Aber nimm‘ den Inhalt der Reihe nach aus dem Koffer, sonst könnte es sein, dass er Dich überwältigt und Du Dein Ziel verfehlst. Je leichter Dein Koffer wird, desto leichter wird sich Dein Leben anfühlen. Das Ziel Deiner Reise ist ein schönerer Ort. Aber denke nicht zu sehr an diesen Ort, schau lieber auf den Weg. Auch auf Deinem Weg wirst Du schönen Dingen begegnen, sie werden sich häufen je näher Du Deinem Ziel kommst. Wenn Du zu sehr in Deiner Sehnsucht auf das Ziel schaust, könnte es sein, dass Du etwas Wichtiges auf dem Weg verpasst, um es überhaupt erreichen zu können. Am Ende Deiner Reise kannst Du den Koffer ablegen, denn er ist dann leer und wird nicht mehr gebraucht.

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